Impressionen vom Neureuter Stadtteilprojekt

Veröffentlicht am 30.06.2015 in Gemeindenachrichten

Stadtteiltag 2015

Nach heftigem Gewitter am Vormittag meinte es Petrus dann doch sehr gut mit der Eröffnung des Klangpfades als Auftakt zum Stadteilprojekt des Karlsruher Stadtgeburtstages in Neureut.

Ortsvorsteher Stober freute sich mit allen Gästen über die einzelnen Projekte, die Neureut als „gallisches Dorf“ im Norden Karlsruhes der Stadt zu ihrem 300.Geburtstag offerierte. Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup spielte in seiner Ansprache mit dem Gedanken, dass man gerne Dinge verschenke, die einem auch selbst gefallen und so seien der Klangpfad, das Mitmachkonzert und die Festmahle in Weiß vor allem auch ein Geschenk der Neureuter an sich selbst. Irma Boss veranschaulichte, mit welchem Engagement, welcher Begeisterung und mit Hilfe welcher Sponsoren und tatkräftiger Unterstützer die verschiedenen Einzelobjekte des Klangpfades entstanden sind. Sehr ansprechend sind die auf verschiedenen Stationen als Fortsetzung verteilte Klanggeschichte von Marlon und die Beschilderung der einzelnen Klangobjekte, die ebenso wie die Wegweiser das Klangpfadlogo tragen.

Rhythmisch sehr variiert und gekonnt zeigte die Blaumanngroup der Stadtwerke, wie man ein Stahlrohr samt Ummantelung zu einem Percussioninstrument umfunktionieren kann.

 

Nach der offiziellen Eröffnung statteten viele Neureuter vor allem auf dem Rad einzelnen Klangobjekten einen Besuch ab. So führte etwa die Tour kurz zum Xylophon bei der Waldschule, das von Frank Thomé mitentwickelt und vorgeführt wurde ebenso wie die bunten Steeldrums aus Metall und Kunststofffässern des Schwarzwaldvereins am Bachenweg. Auf dem Weg dorthin konnte der hochwertige, zart und rein klingende  Klangzaun hinter dem Schulzentrum ausprobiert werden. Vom Bachenweg führte der Weg zurück Richtung Lammsaal, wo gerade Ortschaftsrätin Brigitte Schmider die Patenschaftsurkunde für das reizende Lalü-Lala an die Jugendfeuerwehr übergab. Dann drängte die Zeit und die vier imposanten Kunstplakate auf dem Weg zur Windharfe konnten im Vorbeiradeln zunächst nur kurz betrachtet werden. Eine besondere Ehre war es, Herbert Böllinger als Vorsitzendem des Bürgervereins Heide die Patenschaftsurkunde für die Windharfe überreichen zu dürfen, einem wunderbaren Kunstobjekt an besonders markanter Stelle, das zum Sitzen einlädt und mit sphärischen, polyphonen Klängen zum Träumen verleitet.

Dendrophon, Sprachrohr, Theremin, die Klangröhren und der Dunnerladdich begeisterten bei einer Tour am folgenden Tag durch ihre Originalität und Einzigartigkeit.

 

Das Mitmachkonzert auf dem Neureuter Platz führte viele Sänger auf und vor der Bühne dank einer gekonnten Mischung bekannter oder leicht zu erlernenender Melodien auf gelungene Weise zusammen.

 

Wenig Zeit blieb danach für die letzten Vorbereitungen auf das Festmahl in Weiß. In der Grünanlage Am Alten Bahnhof zwischen Mitteltorstraße und Bärenweg war die technische Ausstattung und anderes durch die Ortsverwaltung vorbereitet worden und der Grünstreifen wurde durch zahlreiche Festtafeln gut belegt. Der Abend soll so schön gewesen sein, dass er ebenso wie der Abend in Kirchfeld-Nord nach Wiederholung verlangt.

Das Festmahl in Weiß auf der großzügigen Fläche in Kirchfeld-Nord war heiter und voller schöner Eindrücke. Die Wiese war frisch gemäht, Palmen und Kühlschränke aufgestellt sowie eine Bühne mit Technik vorbereitet von Dieter Moser mit Unterstützung der A-Jugend des Fortuna Kirchfeld. Die Teilnehmer deckten  große und kleine Tafeln wunderbar ein und beluden sie mit vielfältigen Speisen und Getränken. Die Farbe Weiß verlieh dem Ganzen etwas besonders Strahlendes, Festliches und Elegantes. Viele Kinder in ihren hübschen Kleidern feierten ihr eigenes Fest, sangen und tanzten für alle Gäste und freuten sich über die große Bewegungsfreiheit. Dieter Moser sorgte mit dem Cellistenduo von Vasily und Julian für eine wunderbare virtuose Überraschung. Boris begleitete mit schönen variationsreichen Saxophonklängen den Abend und manches Paar ließ sich davon zum Tanzen verleiten. So endete das Neureuter Stadtteilprojekt gegen Mitternacht und alle Teilnehmer waren voller Dankbarkeit gegenüber all denen, die diesen schönen erlebnisreichen Tag mit nachhaltiger Wirkung ermöglicht hatten.

 
 

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