Ortsverein
Nach etwas holprigem Beginn, der Referent konnte seine These einer Parteireform durch Professionalisierung in und der Kommunalpolitik und des damit einhergehenden innerparteilichen Qualitätsschubes, nicht gänzlich verständlich machen, entwickelte sich dann doch noch eine muntere, konstruktive Diskussion, die den Zustand unserer Partei ausgiebig beleuchtete.
Der Ortsverein Karlsruhe-Mitte lehnt die Veranstaltung „Intel Friday Night Game“ am 6. Juni
in der Schwarzwaldhalle ab. Dort werden Computerspiele wie „Counter strike source“
öffentlich gespielt, die das Legen von Bomben, das Entführen von Geiseln und das Töten
von Menschen zum Inhalt haben. Oberbürgermeister Fenrich muss sicherstellen, dass die
Karlsruhe Messe und Kongress GmbH künftig für diese oder ähnliche Veranstaltungen keine
Räumlichkeiten mehr vermietet.
Nach der Diskussion bestand Einigkeit darüber, dass man zwar mit dem Ergebnis leben kann, allerdings auch festgestellt werden muss, dass der Meinungsbildungsprozess innerhalb der SPD nicht Stark genug an der Sache orientiert gewesen zu sein schien. Zu viel „rechts oder links“ war dann doch dabei. Das nutzte der Sache nicht immer, auch wenn man am Ende dann doch noch ganz gut die Kurve gekriegt hat.
Wir im Ortsverein wären nicht gegen eine klare Trennung von Netz und Betrieb gewesen.
Wollte man das Beste für Bahnfahrer, oder das Beste für die Bahnbeschäftigten? Hier hätten die Argumente sauberer voneinander getrennt werden müssen.
Als Bahnfahrer kann man gut mit vom Staat bestelltem, aber von völlig privaten Unternehmen betriebenen Schienenverkehr leben. Viele Beschäftigte hängen aber doch an den vermeintlich Sicherheit gebenden Strukturen eines im Staatsbesitz befindlichen Großkonzerns. Dieser Interessengruppe ist man doch sehr stark entgegen gekommen.
Homas Balser