Allgemein
Wünsche für den Wünschebaum können abgegeben werden
Weihnachtswunschzettel und Informationen hierzu gibt es in den Neureuter Nachrichten oder bei den Pfarrämtern und im Brunhilde-Baur-Haus. Bei Meet and Greet 2025 bemalten Kinder wieder zahlreiche Holz- und Pappsterne. Sie werden ab Anfang Dezember zusammen mit den Wünschen am Weihnachtsbaum im Eingangsbereich von Judas Thaddäus hängen. Die Wünsche warten wieder auf Mitbürgerinnen und Mitbürger, die anderen eine Freude machen möchten. Vielen Dank hierfür.
Am 11. Oktober fand in der Badnerlandhalle auf Einladung des Innenministeriums Baden-Württemberg und des Landeskommandos der Bundeswehr Baden-Württemberg ein hochkarätiges Symposium zur Zivil-Militärischen Zusammenarbeit statt. Mehr als 700 Teilnehmerinnen und Teilnehmer nutzten die Veranstaltung als Informations- und Austauschplattform.
Seit dem russischen Angriff auf Georgien 2008, der Annexion der Krim 2014 und vor allem seit der Zeitenwende mit dem Angriff auf die Ukraine 2022 befindet sich Europa in einem anhaltenden Krisenmodus. Zahlreiche Cyberangriffe, Angriffe auf kritische Infrastruktur und Drohnenüberflüge — überwiegend russischer Herkunft — stellen erhebliche Gefahren für die Stabilität von Staat und Gesellschaft dar.
Vorstellung und Diskussion fanden insbesondere um den Operationsplan Deutschland (OPlanDeu) statt. Deutlich wurde die Notwendigkeit einer strukturierten und effektiven Zusammenarbeit zwischen der Bundeswehr und den zivilen Akteuren — insbesondere den Verwaltungsbehörden sowie den Blaulicht-Organisationen als Träger der Notfall- und Katastrophenhilfe. Dafür sind die unterschiedlichen Kompetenzen und Fähigkeiten zu klären und koordinierte Einsatzabläufe zu erarbeiten und zu üben.
Gefordert wurde eine Stärkung der Kommunen als untere Katastrophenschutzbehörden: Sie sollen frühzeitig in alle Planungen eingebunden und mit den notwendigen Ressourcen ausgestattet werden, um im Krisenfall handlungsfähig zu bleiben.
Besonders eindrücklich war der Fachvortrag von Prof. Dr. Dr. Markus Ries zur medizinischen Perspektive des Ukrainekrieges aus Sicht des Sanitätsdienstes der Bundeswehr. Er mahnte mehrfach den besonderen Schutz von Kindern im Kriegsfall an.
Auf dem Neureuter Platz präsentierten die „Blaulicht-Organisationen“ in einer umfassenden Geräte- und Leistungsschau ihre Einsatzfähigkeit; darunter die Berufsfeuerwehr Karlsruhe und das DRK Neureut. Auf der angrenzenden Wiese hatte der Sanitätsdienst der Bundeswehr ein Luftlande-Rettungszentrum mit Operationsraum und Behandlungsbereichen aufgebaut und dort eine Übung durchgeführt.
Bei der Zusammenarbeit militärischer und ziviler Akteure wurde zudem betont, dass dies Aufgabe der gesamten Gesellschaft ist, ihre Widerstandsfähigkeit (Resilienz) muss gestärkt werden. Generalinspekteur der Bundeswehr Breuer wurde zitiert, der strategische Gelassenheit empfiehlt, illustriert mit der Aussage der Queen bei ihrem Besuch 2015 in Deutschland: „Als ich neulich Adenauer traf, ...“.
Die SPD Neureut trauert um ihre ehemalige Genossin und Kandidatin für die Ortschaftsratswahl 2024 Paulina Miliczek.
Unerwartet und plötzlich ist Paulina aus ihrem jungen Leben gerissen worden, wir waren und sind schockiert, erschüttert und unendlich traurig über die Nachricht, die uns vor wenigen Wochen erreichte. Paulina war eine liebenswerte, sehr engagierte junge Frau, deren viel zu kurzes Wirken die SPD Neureut sehr bereichert hat. Sie wurde von den Mitgliedern auf der Liste zur Ortschaftsratswahl 2024 auf Platz 3 nominiert und auch die Wählerinnen und Wähler gaben ihr ihre Stimme. Bei den Jusos kandidierte sie zur Vorsitzenden und wurde deren Co-Vorsitzende.
Als akademische Mitarbeiterin und Doktorandin an der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe im Bereich „Interkulturelle Pädagogik und Bildungsgerechtigkeit“ konnte sie an diesen Themen, die ihr sehr wichtig waren, arbeiten.
Gemeinsam mit ihrer Familie, ihren Freundinnen und Freunden und allen, die sie mochten und nahestanden, haben wir in Paulinas Heimatstadt Untertürkheim Abschied von ihr genommen.
Allen Genannten gilt unser tiefes Mitgefühl und aufrichtiges, herzliches Beileid.
Liebe Paulina, wir sind sehr traurig, dass du nicht mehr unter uns bist, du wirst unvergessen bleiben.
Am vergangenen Donnerstag war unser SPD-Landtagskandidat im Wahlkreis Karlsruhe-West Adrian Keller auf Einladung der SPD zu Gast in Neureut. In einem lockeren, informativen Gespräch mit den interessierten Anwesenden stellte er sich kurz vor: Er ist in Freiburg geboren, 25 Jahre alt und studiert am KIT Informatik, seit 2024 im Masterstudiengang. Seit 2018 lebt er in Karlsruhe und engagiert sich in der SPD. Er ist Vorsitzender des Ortsvereins Weststadt-Nordstadt, kennt also die Parteiarbeit von der Basis aus. Adrian überzeugte unsere Genossinnen und Genossen durch seine offene Art und in den nächsten Ausgaben der Neureuter Nachrichten werden wir immer wieder einen Artikel zu ihm schreiben.
Wir möchten Sie schon heute zu unserem
Nikolaus-Stand am 5. Dezember ´25, beim Markt auf dem Neureuter Platz,
auch mit Adrian Keller, herzlich einladen.
Sehr geehrter Herr Ortsvorsteher,
werte Mitarbeitende, werte Kolleginnen und Kollegen,
sehr geehrte, liebe Zuhörerinnen und Zuhörer,
wir stehen heute vor der wichtigen Aufgabe, über den Teil-Haushalt für Neureut für die kommenden beiden Jahre zu beraten und abzustimmen.
Auch wenn Haushaltsreden oft trocken klingen mögen – sie sind ein zentraler Moment kommunalpolitischer Arbeit. Denn hier wird sichtbar, wie ernst wir unsere Verantwortung für unseren Stadtteil nehmen – auch und gerade in schwierigen Zeiten.
Bevor ich auf die konkreten Zahlen und Projekte eingehe, lassen Sie mich mit einem kurzen Rückblick beginnen.
Neureut – unser Stadtteil mit Geschichte und Zukunft
Neureut wurde im Jahr 1975 trotz erheblicher Widerstände in die Stadt Karlsruhe eingemeindet. Damals wie heute gab es Sorgen, ob wir als Stadtteil noch genügend Gehör finden würden. Doch heute, 50 Jahre später, können wir sagen: Neureut hat sich seinen eigenen Charakter bewahrt und ist zugleich ein lebendiger Stadtteil Karlsruhes. Das verdanken wir auch der engagierten Arbeit hier im Ortschaftsrat – über Parteigrenzen hinweg – und der tatkräftigen Unterstützung aus der Bürgerschaft. Von der guten, gedeihlichen Zusammenarbeit von Stadt- und Ortsverwaltung profitieren die Stadt und Neureut. In der Zukunftsvereinbarung für Neureut soll dies zum Ausdruck kommen.
Sparzwang als zentrales Thema
Der Haushalt, über den wir heute sprechen, steht unter einer klaren Vorgabe: dem Sparzwang. Die Haushaltslage der Stadt Karlsruhe ist mehr als angespannt. Das ist keine bloße Floskel, sondern bittere Realität. Wir alle hier wissen, wie viele gute Ideen und dringende Wünsche wir auf unseren Listen haben – für die Vereine, für die Jugend, für die Infrastruktur, für unser Hallenbad. Doch das Geld reicht nicht aus. Diese Situation frustriert. Und trotzdem, oder vielleicht gerade deshalb, ist es wichtig, auch einmal zu würdigen, was trotz dieser begrenzten Mittel erreicht wurde.
Was wir gemeinsam erreicht haben
In den letzten Jahren wurden wichtige Projekte umgesetzt – weil wir zusammengearbeitet haben, weil wir Prioritäten gesetzt und kreative Lösungen gefunden haben.
Dies sind nur einige herausgegriffene Projekte, die in den Jahren seit dem letzten Doppelhaushalt verwirklicht wurden. Neureut bietet so viel. Unsere lebendige Vereinslandschaft, die Schulen und Kitas, die Kirchen, sie alle bereichern unser Leben mit ihren Verantwortlichen und Engagierten. Vielen Dank allen, die sich in den Dienst für die Allgemeinheit stellen.
Hier möchte ich mich im Namen der SPD-Fraktion herzlich bei unserem sehr engagierten Ortsvorsteher Thomas Jäger bedanken, ebenso bei Rechnungsamtsleiterin Jana Weinbrecht, die herausfordernde Monate hinter sich hat, bei Hauptamtsleiter Helge Wächter und Bauamtsleiter Oliver Leucht und bei allen Mitarbeitenden der Ortsverwaltung.
Nun zu unserem Teil-Haushalt in Auszügen
Eines vorneweg: Die Mittel für alle unsere Schulen wurden nicht gekürzt, sondern sogar nach oben angepasst.
Warum wir jetzt Verantwortung übernehmen müssen
Gerade in der aktuellen Lage dürfen wir nicht zulassen, dass der Haushalt noch stärker belastet wird. Deshalb verzichten wir, die SPD-Fraktion, auf Anträge, die aus unserer Sicht keine Chance hätten, bewilligt zu werden. Die Gefahr der Nichtbewilligung des Gesamthaushaltes besteht und dass das Regierungspräsidium die Hoheit über die Karlsruher Finanzen erhält. Das wäre fatal.
Dieser Haushalt ist kein Wunscherfüllungsprogramm. Aber er ist ein tragfähiger Rahmen, wenn wir ihn gemeinsam verantwortungsvoll tragen.
Wir, die SPD-Fraktion im Ortschaftsrat, stimmen dem Ortsteilhaushalt 2026/2027 für Neureut zu. Nicht weil er uns gefällt. Sondern weil er zeigt: dass wir so die Handlungsfähigkeit behalten können.
Lassen Sie uns diesen Weg gemeinsam gehen. Für Neureut. Für Karlsruhe. Für eine solidarische und lebenswerte Gemeinschaft.
Vielen Dank.