Kommunalpolitik
Zu einem liebevoll gestalteten Candlelight-Dinner hatte der Arbeitskreis Mensa am Schulzentrum Neureut klugerweise die Stadtratsmitglieder des Schulbeirates eingeladen. Unter den Gästen befanden sich auch die beiden Neureuter Stadt- und Ortschaftsräte Irene Moser und Detlef Hofmann. Beide setzen sich in ihren Stadtratsfraktionen, im Schulbeirat und im Stadtrat schon seit Längerem immer wieder mit großem Nachdruck für den Mensaneubau am Schulzentrum Neureut ein.
Die insgesamt sechs anwesenden Stadtratsmitglieder konnten sich am Mittwoch vergangener Woche in Ruhe ein Bild von den derzeitigen Verhältnissen der Mittagsverpflegung vor Ort machen, bevor sie am kommenden Freitag über die Rangfolge der Schulprojekte im Rahmen der Prioritätenliste mitentscheiden werden. Nur die ersten drei Projekte werden voraussichtlich im Doppelhaushalt 2017/2018 kostenkontrolliert geplant und umgesetzt.
Bereits im April 2014 hatten die damalige CDU Stadt- und Ortschafträtin Gabriele Luczak und der Stadtrat Detlef Hofmann in einem Schreiben an das Schul- und Sportamt auf den Neubau einer Mensa am Schulzentrum Neureut gedrungen. Eine Aussicht auf die gewünschte Rückkehr zu G9 bestand zu diesem Zeitpunkt nicht mehr. Im Rahmen von G 8 haben die Schüler des Gymnasiums mindestens an drei Nachmittagen Unterricht. Auch die Schüler der Realschule besuchen jeweils an ein bis zwei Nachmittagen den Unterricht.
Nachdem die Essenszahlen im Laufe des Jahres 2014 deutlich zugenommen hatten, reichte die SPD-Ortschaftsratsfraktion im November 2014 einen Antrag ein auf kostenkontrollierte Planung als Voraussetzung für die Realisierung des notwendigen Mensaneubaus möglichst schon zu Beginn des Doppelhaushaltes 2017/2018.
Im Januar 2015 beantragte die Grüne Ortschaftsratsfraktion kurzfristig, noch Mittel in den Haushalt 2015/2016 einzustellen. Die SPD-Fraktion unterstützte diesen Antrag, um die Dringlichkeit des Mensaneubaus zu unterstreichen und den Weg zu ebnen für dessen zügige Realisierung im Doppelhaushalt 2017/2018. Die FDP-Fraktion hatte dem Antrag ebenfalls zugestimmt.
Inzwischen spitzt sich die angespannte Platzsituation bei der Mittagsverpflegung am Schulzentrum zu:
|
• |
Die Essenszahlen nehmen weiterhin ständig und so deutlich zu, dass regelmäßig die Kapazitätsgrenze des derzeitigen Provisoriums um etwa das Doppelte überschritten wird. |
|
• |
Dieser Trend wird sich mit der Umsetzung der auch von der SPD stark beworbenen und im Frühjahr fertiggestellten Ganztagesschulkonzepte spürbar verstärken, zumal das gemeinsame Mittagessen wichtiger Bestandteil des pädagogischen Gesamtkonzeptes ist. |
|
• |
Durch den notwendigen Umbau des derzeitigen Mensaprovisoriums im kommenden Jahr werden dann zwar die gesetzlichen Vorgaben des Arbeits- und Brandschutzes sowie Hygienevorschriften eingehalten. Dafür fallen aber die 25 beliebten Essensplätze im Provisorium selbst weg. Die jetzt schon knappen Essensplätze in dem zugigen Durchgangsbereich neben dem Haupteingang werden regelmäßig nicht ausreichen. |
|
• |
Seit diesem Schuljahr gibt es schon drei Ganztagesklassen an der Nordschule mit Mittagsverpflegung, der Hort an der Waldschule hat weitere Essensgruppen auch für Schüler der Kernzeitbetreuung eröffnet und die flexible Nachmittagsbetreuung an der Südschule mit Mittagsverpflegung wird von einer ständig wachsenden Schülerzahl in Anspruch genommen. Ein großer Teil dieser Kinder wird in den kommenden Schuljahren auf das Schulzentrum Neureut wechseln. |
|
• |
Die von der Stadt Karlsruhe vorgesehene mittelfristige Wohnbebauung auf den in Neureut noch reichlich vorhandenen Flächen wird bei zusätzlichen Schülerzahlen für einen weiteren Bedarf an Mittagsverpflegung am Schulzentrum sorgen, ebenso wie die zunehmende Ganztagesbetreuung in Kitas und Kindergärten Neureuts. |
Unter all diesen Gesichtspunkten wird der Mensaneubau am Schulzentrum Neureut hoffentlich die notwendige vordere Position in der Prioritätenliste für Schulprojekte der Stadt Karlsruhe erhalten.
Barbara Rohrhuber
Wir lassen beim Thema Lärm nicht locker! Die bisherigen Auskünfte der Stadt sind alles andere als zufriedenstellend für Wolfartsweier. Daher kommen Sie zum
Vor-Ort Termin am 16.10.2015 zum Thema Lärm mit MdL Johannes Stober (und ggfls. Dr. Gisela Splett oder Vertretung des RP)
Treffpunkt Herrmann-Ringwald-Halle um 17:30 Uhr
Eingeladen sind alle interessierten Bürger,
Werbung und Mundpropaganda erbeten.
Beschluss der Kreis-Delegierten-Konferenz der SPD Karlsruhe-Stadt vom 26. März 2015:
Die Karlsruher SPD fordert die SPD Baden-Württemberg dazu auf, im Regierungsprogramm 2016-2021 für die nächste Landtagswahl das Thema Beitragsfreiheit für KITAs aufzugreifen. Die Umsetzung dieses Zieles durch eine SPD-geführte Landesregierung muss eine unserer Kernforderungen für den kommenden Landtagswahlkampf sein, um viele Familien anzusprechen. Die Landesregierung in Rheinland-Pfalz hat diesen Weg bereits erfolgreich beschritten.
Seit dem Antritt der neuen Landesregierung im Jahr 2011 wurden bereits wichtige Vorhaben umgesetzt, um Chancengleichheit in der Bildung und sozialen Aufstieg durch Bildung zu ermöglichen. Mit der von uns vorgeschlagenen Reform würden wir als Sozialdemokratie weiterhin visionär in unserem Bildungssystem vorangehen und einen starken Anreiz für den KITA-Besuch von viel mehr Kindern aus allen Schichten setzen. Dadurch würden wir auch die Attraktivität unseres Landes steigern.
Wir wissen, dass dazu enorme finanzielle Anstrengungen und Prioritätensetzungen im Landeshaushalt erforderlich sind. Die SPD soll einen konkreten Fahrplan entwickeln, um die Beitragsfreiheit für KITAs in Stufen bis 2021 sicherstellen zu können. In einem ersten Schritt wird das letzte Kindergartenjahr vor der Einschulung beitragsfrei gestaltet werden.
Beschluss der Kreis-Delegierten-Konferenz der SPD Karlsruhe-Stadt vom 26. März 2015:
Eine langjährige Forderung der SPD lautet: Beruf und Familie müssen gut miteinander vereinbar sein. Ein Kernziel sozialdemokratischer Bildungspolitik ist es, den Bildungserfolg von der sozialen Herkunft zu entkoppeln. Eine ganztägige Bildung und Betreuung von Kindern kann zu diesen beiden Zielen beitragen.
Mithilfe einer Ganztagsschule können beide Elternteile einen Beruf ergreifen; traditionelle Rollenbilder werden zunehmend abgelöst und Alleinerziehende entlastet. Kinder verbringen mehr Zeit mit ihren Mitschüler*innen und im rhythmisierten Tagesablauf wechseln sich Lern- und Freizeitphasen ab, was sich nachweislich positiv auf den Lernerfolg von Kindern auswirkt.
Deshalb begrüßen wir die Verankerung der Ganztagsgrundschule (GTGS) als Regelschule im Schulgesetz von Baden-Württemberg. Bislang besuchen weniger als 600 Schüler*innen in Karlsruhe eine GTGS (Quelle: Statistisches Jahrbuch 2014). Weitere 2.400 Kinder besuchen nach der Schule einen der 42 Horte. Demgegenüber haben bereits 3.500 Kinder einen Platz in einem Ganztagskindergarten. Unter den U3-Kindern, die eine Betreuungseinrichtung besuchen, haben sogar schon 80% einen Ganztagsplatz. Es ist anzunehmen, dass Eltern, deren Kinder einen Ganztagskindergarten besuchen, auch im Grundschulalter ein ganztägiges Bildungs- und Betreuungsangebot in Anspruch nehmen wollen. Die Nachfrage nach GTGS-Plätzen wird folglich in den nächsten Jahren stark zunehmen.
Doch in welcher Form und mit welchen Angeboten soll die GTGS vor Ort umgesetzt werden? Was passiert mit den Schülerhorten, die in Karlsruhe weit verbreitet und bei den Eltern beliebt sind? Wir zeigen mit dem nachfolgenden Konzept auf, mithilfe welcher Maßnahmen die Einrichtung qualitativ hochwertiger GTGS in Karlsruhe gelingen kann, um die steigende Nachfrage zu decken.
Bedarfsdeckung ab 2020
Ausbau des Ganztagsangebots
Gute Bildung und Betreuung
Integration der Horte
Ganztags heißt ganztägig
Gesundes und bezahlbares Mittagessen
Zusammenarbeit mit außerschulischen Partnern
Betreuung während der Schulferien