Ratten in der Innenstadt...

Zum Rattenproblem in Karlsruhe:
Es ist schwer zu glauben, aber wir leben in einer Rattenstadt. Selbst am lichten Tag sind sie in Grünstreifen und -flächen unterwegs, und mit etwas „Glück“ sieht man die possierlichen Tierchen einen Müllbehälter hinaufspringen und durchwühlen. Um ihre Nahrung müssen sich unsere ungebetenen Gäste keine Sorgen machen: Jeder kann sehen, was an Essensresten auf und neben dem Gehsteig und im Grünen liegt. Um Schulen und Haltestellen herum ist das Gelände besonders nahrhaft.
Zusätzlich sei auf Artikel und Leserbriefe in BNN verwiesen, die die zunehmende „Verdreckung“ der Stadt beklagen. Eine saubere Stadt aber kostet Geld, Geld, dass aus verschiedenen Gründen nicht mehr vorhanden ist: Stadtmarketing hat zum Beispiel eine Million gefressen und viele weitere Millionen wird uns das Vergnügen kosten, mitten auf der Kaiserstraße Espresso zu trinken. Doch die Tierchen haben unangenehme Seiten: Sie dringen bei Gelegenheit in unsere Keller ein. Ein offenes Fenster oder eine offene Tür genügen, und da gibt es dann oft Äpfel, Kartoffeln oder Eingemachtes.
Verbreiten können die Tiere aber auch den Orthopockenvirus, wenn sie oder Katzen infizierte Mäuse fressen. Auf die Verwaltung können wir uns wohl nicht verlassen, doch was können wir tun? Nichts Essbares auf die Straße werfen – Kinder und Schüler informieren, auch direkt auf der Straße darauf ansprechen. Keller, Hobbyräume, Waschküchen und so weiter stets geschlossen halten. Bei Befall die Schädlingsbekämpfung einschalten. Das ist nicht ganz billig, aber da die Tiere sehr intelligent sind, fallen sie auf Fallen nicht lange herein. Ansonsten: Gute Reise ins Mittelalter!

Peter Gautel

 

Bessere Aussichten für das "Wölfle"

Wie aus der Gemeinderatsitzung (Haushaltssitzung) vom 23.02.11 zu hören war, wurde den Anträgen der SDP-Fraktion im Gemeinderat und des Ortschaftsrat Wolfartsweier auf Bezuschussung des Freibads Wolfartsweier teilweise entsprochen. So soll es für 2011 und 2012 für jeden Beitrags- bzw. Spenden-Euro einen Euro von der Stadt als Zuschuss geben, jeweils bis zu einer Obergrenze von € 25.000,--.
Beantragt war ein Defizitausgleich bis zu € 50.000,--, den die Verwaltung in ihrer Stellungnahme aber klar ablehnte. Da eine politische Mehrheit dafür auch nicht gesichert war, ist das jetzt im Verlaufe der Sitzung erzielte Ergebnis für die SPD Wolfartsweier ein erfreulicher und weiterer Schritt auf dem Weg zur dauerhaften Sicherstellung des Freibadbetriebs.

 

Sperrvermerk Sanierung Hermann-Ringwald-Halle aufgehoben!

Wie Ortsvorsteher Morlock zum Ende der öffentlichen Sitzung des Ortschaftrats Wolfartsweier vom 23.11.2010 bekannt gab, wurde er vom Oberbürgermeister darüber informiert, dass der Sperrvermerk bzgl. der Sanierung Hermann-Ringwald-Halle aufgehoben ist.
Dem Antrag der Fraktionen (Anm.der Red.: der SPD) sei damit entsprochen, die Mittel würden in den Haushalt 2011/12 eingestellt, und seien auch ohne Beschluss über diesen verfügbar.
Die Planung bzw. Ausschreibung der Arbeiten könne somit fortgeführt werden.

 

Hermann-Ringwald-Halle wieder nicht auf der Tagesordnung

Der Gemeinderat der Stadt Karlsruhe tagt am 19.10.2010 und die Hermann-Ringwald-Halle ist wieder nicht auf der Tagesordnung.
Ob der Sperrvermerk je aufgehoben wird, bleibt den Bürgern und Vereinen Wolfartsweiers also weiter unklar, da sie auch von Seiten der Verwaltung keine Informationen erreichen (z.B. zur Übertragbarkeit der Haushaltsmittel).
Zuletzt hatten die Vereine ein klares Signal (Betriebskostenpauschale) an die Stadt gesandt, welches mit der Hoffnung verbunden war, dass es dann zügig zu einer positiven Entscheidung kommen könne.
Nun dürfen die Vereine ihre Planungen bzgl. der Halle aber wohl ein weiteres Jahr unter Vorbehalt erstellen.

 

Auszüge aus der Ortschaftsrat-Sitzung vom 13.09.2010

Nach einer Stellungnahme der SPD-Fraktion wurde der Antrag "Stadteilentwicklungsplan für Wolfartsweier" vom Antragssteller (CDU-Fraktion) zurückgezogen. Man verständigte sich auf die von der SPD-Fraktion
vorgeschlagene Lösung, das Stadtplanungsamt in den Ortschaftsrat
einzuladen, damit der Ortschaftsrat zunächst über die relevanten
Eckdaten des bestehenden Flächennutzungsplan und seiner geplanten Fortschreibung, die voraussichtliche demographische Entwicklung und das vom Amt eingeschätze Entwicklungspotenzial Wolfartsweiersinformiert wird.
Inwieweit danach die Installierung eines interfraktionellen Arbeitskreises zur zielorientierten Bearbeitung der anderen Themen für sinnvoll erachtet wird, bleibt weiteren Beratungen vor behalten.

Der Antrag Freihaltung der öffentlichen Feldwege wurde einstimmig
befürwortet, obwohl wohl bei etlichen der beanstandenen Stellen das
Gelände in Privatbesitz ist, und deshalb von Amts wegen nur bedingte
Handlungsmöglichkeiten bestehen.
Dennoch will man bei einem Ortstermin zusammen mit der Feldhut die
Problematik vor Ort besprechen.

Die Anfrage der SPD-Fraktion, ob die eingestellten, aber mit Sperrvermerk versehenen, Haushaltsmittel für die Hermann-Ringwald-Halle überhaupt in den nächsten Doppelhaushalt der Stadt Karlsruhe übertragen werden (können), konnte vom Ortsvorsteher bedauerlicherweise nicht beantwortet werden.
Die Stadtkämmerei habe sich noch nicht dazu geäußert, war die einzige,
sehr unbefriedigende, Antwort, in dieser für Wolfartsweier so wichtigen
Angelegenheit.

Die Vorlage zur künftigen von den Vereinen zu entrichtenden Betriebskostenpauschale für die Nutzung der Hermann-Ringwald-Halle wurde
einstimmig angenommen. Mit einer Veränderung: als Grundlage zur Berechnung von Auf- und Abbauzeiten wurden nicht ganze Tage sondern halbe Tage angesetzt.
Die SPD hat darauf hingewirkt, dass diese neue Form der Kostenberechnung, die für die Vereine Mehrkosten bedeutet, erst nach erfolgter Sanierung der Halle in Kraft treten wird.